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Pitchen statt plappern: Erfolgsrezepte für einen Media Pitch in der PR-Arbeit

Sie haben eine großartige Story, die Aufmerksamkeit verdient, und eine Liste mit Journalist:innen, die genau die gewünschte Zielgruppe erreichen. Doch wie bringen Sie beides zusammen? Wie überzeugen Sie die Medien davon, Ihren Themenvorschlag aufzugreifen?

Nutzen Sie den Media Pitch als Tool für Ihre PR-Ziele! Anders als eine Pressemitteilung ist der Media Pitch persönlicher und auf ein einzelnes Medium zugeschnitten. Das Ziel: Interesse wecken, einen Dialog eröffnen und Ihre Botschaft bei denen veröffentlichen, die für Sie am relevantesten sind.

In diesem Blogbeitrag nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen unserer PR-Agentur. Wir verraten, wie Sie mit einem überzeugenden Media Pitch ans Ziel kommen und dabei Beziehungen zu den Medien und zu Journalist:innen aufbauen oder festigen können. Entdecken Sie Tipps, Strategien und Beispiele, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Botschaft effektiver zu platzieren als jemals zuvor.

Was macht einen Media Pitch zu einem wirklich guten Media Pitch?

Ein Media Pitch überzeugt vor allem dann, wenn er Relevanz, Prägnanz und Persönlichkeit vereint:

Relevanz ist das Fundament jedes gelungenen Media Pitchs. Dazu muss dieser auf die Interessen und Bedürfnisse der Journalist:innen, die angesprochen werden sollen, eng abgestimmt sein. Eine Standard-E-Mail ohne spezifischen Bezug wirkt wie ungesalzenes Essen – langweilig und leicht zu ignorieren. Wechseln Sie dazu bewusst von der Innensicht in die Außensicht. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung nicht mit Ihrer „Vertriebsbrille“, sondern zeigen Sie, dass Sie das Medium und dessen Leser- oder Hörerschaft wirklich verstanden haben und Ihr Beitrag einen echten Mehrwert hat.

Prägnanz ist die Kunst, auf den Punkt zu kommen. Niemand hat Zeit für lange Erklärungen oder verschachtelte Details, die den Wert Ihrer Meldung nicht erkennen lassen. Ein Media Pitch muss daher klar und präzise sein – packen Sie Ihre Kernbotschaft in die ersten Sätze, um das Interesse sofort zu wecken.

Persönlichkeit ist das i-Tüpfelchen, das einen guten Media Pitch auszeichnet. Mit Individualität stechen Sie aus der Masse der Anfragen hervor und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Zeigen Sie mit jedem Wort, dass Sie die Arbeit der Journalist:innen schätzen, ihre Themen kennen und wissen, was ihr Publikum bewegt. Nur so entsteht eine echte Verbindung – und damit die Chance, Ihre Botschaft erfolgreich zu platzieren. Sollte es nicht direkt mit einer Veröffentlichung klappen, haben Sie hiermit zumindest den ersten wichtigen Schritt zu einer guten und idealerweise langjährigen Pressebeziehung getan.

Ein Beispiel: Statt mit einer eher flachen und produktgetriebenen Ansage wie „Wir möchten Ihnen unsere neue Rattenschlagfalle vorstellen“ zu starten, könnten Sie die Fachjournalist:innen auch so ansprechen: „Die Branche ist in Aufruhr! Die gängigen Methoden zur Rattenbekämpfung stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Wie eine neue Schlagfalle ohne Gift und mit höchster Effizienz sich den Herausforderungen unserer Zeit stellt, erklärt Ihnen gerne unser Experte XY in einem exklusiven Interviewformat.“

Media Pitch vs. Pressemitteilung

Sie haben bisher Pressemitteilungen an einen großen Verteiler versendet und fragen sich, wozu sie dann noch einen Media Pitch brauchen? Eine Pressemitteilung bietet umfassende Informationen und richtet sich auf einen Schlag an viele Medien und eine breite Zielgruppe. Wenn Sie aber bestimmte Prio-Medien haben, die Sie gezielt ansprechen wollen, kann ein Media Pitch sinnvoller sein. Doch wie mit allem gibt es auch hier Vor- und Nachteile, die Sie abwägen sollten:

Vorteile: Hier hat der Media Pitch die Nase vorn

  1. Personalisierung: Der Media Pitch ist auf ein einzelnes Medium oder eine:n Journalist:in zugeschnitten, wodurch er deutlich gezielter und relevanter ist als eine Pressemitteilung.
  2. Dialogorientiert: Er eröffnet die Möglichkeit zu einer direkten Kommunikation und dem Aufbau einer Beziehung zu seinen persönlichen Prio-Journalist:innen.
  3. Exklusivität: Ein Media Pitch kann auf besondere Weise Interesse wecken, da die Inhalte oft exklusiv oder speziell angepasst sind.
  4. Flexibilität: Sie können individuell auf die Bedürfnisse oder Schwerpunkte der Journalist:innen beziehungsweise des Mediums eingehen.
  5. Höhere Erfolgswahrscheinlichkeit: Durch die spezifische Ansprache steigen die Chancen, dass das Thema Ihres Media Pitchs beachtet und aufgegriffen wird.

Nachteile: Wo der Media Pitch an seine Grenzen stößt

  1. Zeitaufwand: Ein Media Pitch erfordert eine intensive Recherche über das anvisierte Medium und dessen Ausrichtung und individuelle Anpassungen des Themenschwerpunkts oder auch der Argumentationskette. Das kann zeitintensiv sein.
  2. Geringe Reichweite: Da er auf einzelne Kontakte ausgerichtet ist, erreicht ein Media Pitch natürlich auch weniger Journalist:innen im Vergleich zum klassischen Presseversand. Auch wenn die Qualität des Kontakts bei einem Media Pitch ungleich höher ist als bei einer Pressemitteilung.
  3. Erfolg schwer skalierbar: Der Erfolg hängt stark von der Qualität der Beziehung und der Relevanz des Inhalts für die jeweilige Zielperson ab.

Aufbau eines überzeugenden Media Pitchs

Sie haben die Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen und sich für einen Media Pitch entschieden? Gut so! Jetzt geht die Arbeit aber erst so richtig los. Denn ein gelungener Media Pitch ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines klaren, durchdachten Konzepts. Damit Sie Journalist:innen für Ihre Botschaft gewinnen, sollten alle Bestandteile des Pitchs aufeinander abgestimmt sein und einen roten Faden bilden. Von der ersten Zeile bis zum abschließenden Call to Action (Handlungsaufruf) muss jeder Schritt das Interesse Ihrer Zielperson wecken und diese zum Handeln motivieren. Ein erfolgreicher Media Pitch folgt dabei einer bewährten Struktur:

  • Betreffzeile: Für diesen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Seien Sie prägnant, kreativ und machen Sie neugierig.
  • Einstieg: Beginnen Sie mit einem Aufhänger, der sofort Aufmerksamkeit erregt. Das kann eine spannende Frage, eine (selbst erhobene) Statistik oder ein aktueller Bezug sein.
  • Kernbotschaft: Warum ist Ihre Story relevant? Konzentrieren Sie sich auf die Essenz dessen, was die Journalist:innen und deren Zielgruppe wirklich interessiert.
  • Angebot: Bieten Sie konkrete Materialien oder Unterstützung an, zum Beispiel Interviews, Bildmaterial, Fachbeiträge oder exklusive Insights.
  • Call to Action: Schließen Sie mit einer klaren Aufforderung, zum Beispiel: „Melden Sie sich gerne, wenn Sie weitere Informationen benötigen oder die Story aufgreifen möchten.“

Häufige Fehler beim Media Pitch und wie man sie vermeidet

Jetzt haben wir viel darüber gesprochen, was einen guten Media Pitch ausmacht. Lassen Sie uns als Nächstes auf die häufigsten Fehler schauen:

Standardisierte E-Mails sind unpersönlich – und wirken auch so. Sie werden oft einfach übersehen oder landen, als Werbung abgetan, im Papierkorb. Eine Individualisierung jedes Media Pitchs ist daher unerlässlich.

Eigenlob stinkt. Daher sollte Ihr Media Pitch sachlich und informativ bleiben, anstatt in werbliche oder rein produktbezogene Aussagen abzugleiten. Journalist:innen legen Wert auf objektive, relevante und belegbare Informationen, die für ihre Zielgruppe einen echten Mehrwert bieten.

Ein weiterer Stolperstein ist die fehlende Relevanz. Wenn der Media Pitch nicht zur Redaktion oder den Interessen der Zielgruppe passt, verpufft er. Gründliche Recherche im Vorfeld hilft, dieses Problem zu vermeiden.

Praxis-Tipp: Lesen Sie sich Ihren Media Pitch laut vor. Fragen Sie sich kritisch: Klingt er wie ein persönliches Geschenk für jemand ganz Besonderes oder wie ein generisches Anschreiben an irgendwen?

Vielfältige Formen des Media Pitchs – welche passt zu Ihrer Botschaft?

Die Digitalisierung und die Fülle möglicher Kommunikationskanäle haben die Optionen für Media Pitchs enorm erweitert. Hier sind einige gängige und innovative Formate, mit denen Sie Ihre Botschaft gezielt platzieren können:

  • E-Mail: Der Klassiker bleibt ein bewährtes Format. Mit einer prägnanten Betreffzeile und gut formuliertem Inhalt erreichen Sie Journalist:innen effizient.
  • Social Media: Plattformen wie LinkedIn bieten eine direkte, informelle Ansprache. Diese Form ist besonders geeignet, um in den Dialog zu treten und erste Kontakte zu knüpfen.
  • Video-Pitch: Eine persönliche Videobotschaft schafft Aufmerksamkeit und hebt komplexe Themen hervor. Sie kann individuell an Journalist:innen gesendet oder öffentlich geteilt werden.
  • Telefon-Pitch: Direkt und persönlich – ein Anruf kann bei bekannten Kontakten oder bei exklusiven Storys den entscheidenden Unterschied machen. Funktioniert auch als Nachfass nach einer Pressemitteilung.
  • Events und Networking: Nutzen Sie Veranstaltungen, um in direkten Kontakt mit Journalist:innen zu treten und Ihre Botschaft persönlich zu vermitteln.
  • Pitch-Dokumente oder One Pager: Eine übersichtliche und visuell ansprechende Zusammenfassung Ihrer Botschaft kann als Ergänzung per E-Mail oder bei Treffen überzeugen.

Aus all diesen Formaten sollten Sie ganz individuell den Media Pitch wählen, der am besten zu Ihrer Botschaft, Ihrem Thema und Ihrer Zielgruppe passt.

Media Pitchs mit Public Affairs – nutzen Sie die Kraft der Überzeugung!

Ein gelungener Media Pitch öffnet Türen zu Medien, schafft Beziehungen und ist häufig die Grundlage für erfolgreiche Berichterstattung. Er ist prägnant, persönlich und relevant – und damit das perfekte Mittel, um Journalist:innen zu überzeugen.

Warum sollten Sie dabei mit Public Affairs zusammenarbeiten? Ganz einfach: Als erfahrene PR-Unit der Counterpart Group verstehen wir die spezifischen Herausforderungen und Chancen, die moderne Kommunikationsarbeit mit sich bringt. Unsere Expertise reicht von der strategischen Konzeption über die maßgeschneiderte Erstellung bis hin zur zielgerichteten Umsetzung von Media Pitchs.

Bei Public Affairs stehen Ihre individuellen Ziele im Mittelpunkt. Unser Team recherchiert sorgfältig, welche Journalist:innen und Medien zu Ihrer Botschaft passen. Mit unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, wie man Relevanz und Prägnanz in Einklang bringt, um maximale Wirkung zu erzielen. Wir schaffen die Verbindung zwischen Ihren Themen und den Interessen der Medienlandschaft – ob B2B oder B2C.

Doch wir bieten mehr als nur operative Unterstützung: Public Affairs begleitet Sie strategisch bei der Positionierung Ihrer Marke im Rahmen langfristiger PR-Kampagnen und sorgt dafür, dass Ihre Botschaft nachhaltig wahrgenommen wird. Unsere direkte Ansprache, kombiniert mit fundiertem Branchenwissen, ermöglicht es uns, nicht nur punktuelle Erfolge zu erzielen, sondern langfristige Beziehungen zu den für Sie wichtigen Medien und Journalist:innen aufzubauen.

Lust auf mehr Erfolg in der PR-Arbeit durch gezielte Media Pitchs? Lassen Sie uns gemeinsam die perfekte Strategie entwickeln, die Ihre Themen ins richtige Licht rückt. Schreiben Sie uns an big-hit@public-affairs.de.

Autorin: Sonja Müller